Am Sonntag (26. Juli) war die Schweinegrippe-Epidemie das Hauptthema in der 20-Uhr-Tagesschau. In dem Tagesschau-Beitrag empfahl Harald Michels vom Gesundheitsamt Trier, alle Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Sein Statement:„Wenn wir eine gravierende Epidemie haben, müsste man zumindest die Lüftungs- und Klimaanlagen, die ja keine Filter haben, abstellen, damit man nicht über die Umluftanlage die Krankheitserreger noch besser verteilt.“
Mit dieser Empfehlung kommen die Betreiber von Gebäuden in eine Zwickmühle:
1. In vielen Teilen Deutschlands herrschen derzeit Temperaturen von deutlich über 30 °C und ohne den Betrieb der Klimaanlagen würden die Büros zu Saunas.
2.Zweifellos sind die Filter in normalen zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen nicht in der Lage, Krankheitserreger aus der Zuluft auszuscheiden.
3. Richtig ist auch, dass über zentrale Lüftungsanlagen Schad-/Geruchsstoffe und auch Krankheitserreger in einem Gebäude verbreitet werden können. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn die Anlage mit einem Umluftanteil betrieben wird. Für reine Außenluft-Zuluft-Abluft-Anlagen ohne Umluft gilt dieses Statement nicht. Wenn der Betreiber einer RLT-Anlage die Umluftklappen schließt, kann die Anlage weiter betrieben werden.
4. Ebensowenig gilt die Forderung Klima aus für Raumklimageräte, Multisplit- und VRF-Klimasysteme sowie Kühldecken und Kühlsegel. Diese können weiter betrieben werden.
Mit freundlichen Grüßen
Timo Kaufhold
Betriebsleiter der TEFMA AG
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