Hallo zusammen,

es ist nicht zu fassen, laut heutiger Zeitung (25.07.) "explodieren" die Nebenkosten im Hausbau dieses Jahr zum dritten Mal. Jetzt sollen die Gaspreise um ca. 18 % schon wieder steigen.

Das heisst man kann sich ja sein eigenes Zuhause kaum noch leisten, weil man bald soviel an Nebenkosten zahlt, wie an Abtrag/Miete.

Wo soll das hinführen ?
Wie sind Ihre Erfahrungen ?
Sind Sie davon ebenfalls so geschockt / verärgert ?
Was kann / sollte man dagegen tun ?
Anlagen:

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Antworten zu dieser Diskussion

Hallo, Herr Thormann,

schön, dass Sie hier mit einer Diskussion aktiv geworden sind.

Nebenkosten sind in der Tat etwas, das letztlich das Budget sprengen kann. Ich persönlich denke, dass es für Sie wichtig ist, sich rechtzeitig mit Kooperationspartnern zusammenzuschließen, die sich gut im Bereich der "alternativen Energien" auskennen.

Frau Neimke, ebenfalls hier im Unternehmer Treffen, hat gerade ein Buch dazu geschrieben, das im Herbst erscheinen wird (einen Blog-Beitrag dazu gibt es auch...).
Frau Just, ebenfalls hier im Unternehmer Treffen, ist übrigens die Fachfrau schlechthin für Föderprogramme, allgemein und auch, wenn es um regenerative Energien geht.

Meine Devise für die Zukunft lautet, dass ich/wir uns so gut es geht von den herkömmlichen Energieformen unabhängig machen sollten.

Bin gespannt, wie die Diskussion weiter geht.

In diesem Sinne, beste Grüße, Regina Tenbergen

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Hallo Frau Tennbergen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ja ich bin der gleichen Meinung, man sollte dringend etwas "dagegen" tun.

Entweder sanieren - dämmen, oder beim Neubau auf einen Anbieter setzen der Alternative Heizsysteme anbietet.

Ich bin sogar der Meinung, dass die vielen zum Verkauf stehenden Bestandsimmobilien zum Teil verkauft werden, weil den Eigentümern die Kosten aus dem Ruder laufen und dann noch die Immobilienkrise der USA und die bei uns auch stolz ansteigenden Bauzinsen .

Da wird in den nächsten Jahren noch manch ein Bauherr ( auch konventionelle Bauherren die jetzt erst " Stein auf Stein " bauen) kolabieren.

Rundgruss
Rainer Thormann

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Hallo,
dieses Thema muss natürlich auch sehr differenziert betrachtet werden. Bei allen Maßnahmen steht zuerst eine Kosten-/Nutzenrechnung im Vordergrund.
Gerade im Bereich der Erdwärme können bei Neubaumaßnahmen viele Fehler gemacht werden und der Bauherr hat das Nachsehen, wenn z.B. die Bohrung nicht tief genug war.
Im Einfamilienhausbereich rechnen sich momentan Solarenergieanlagen sehr gut ( Photovoltaik). Durch Finanzierungsmöglichkeiten ohne Grundbucheintrag hat i.d.R. der Hausbesitzer durch die Einspeisevergütung immer einen Plussaldo auf seinem Konto. Hier muss man nur aufpassen, dass man sich nicht eine Anlage von Vertriebsstrukturen ohne Fachkenntnisse aufschwatzen lässt. Es gibt ca. 30% installierte Anlagen, die durch Verschattungen etc. nicht 100%ig funktionieren können und der Bauherr dabei finanziell drauflegt!
Im Mehrfamilienhausbereich würde ich immer bei Putzbauten eine WVS (Wärmeschutzfassade) empfehlen. Der Eigentümer hat jetzt den Vorteil, dass die KfW seit März die Vergaberichtlinien gelockert hat. Man muss nicht mehr das komplette Programm bei der Gebäudesanierung fahren, sondern bekommt jetzt relativ einfach bei den Programmen CO2 Minderung und Wohnraummodernisierung sein Darlehen.
Bei einem 8-Familienhaus habe ich selbst Mittel (sogar ohne Grundbucheintrag) beantragt, und kann einen Teil der Zinsen von den Mietern durch diese Modernisierungsmaßnahme verlangen. Das haben die Mieter gern gemacht, da bei lediglich 9 Euro Mehraufwand pro Monat haben sie auf jeden Fall ein Plus erwirtschaftet durch die niedrigeren Heizkosten. Vor allem morgens im Bad soll es im Winter bei Minustemperaturen wesentlich wärmer gewesen sein.
Auch im Bereich der Versicherungen sollte der Vermieter in der heutigen Konkurrenzsituation Vergleiche anstellen und so für die Mieter Kosten sparen. Übrigens habe ich jetzt eine Versicherung, die monatlich ohne Zinsaufschlag die Beiträge abbucht! Da ist man jetzt nicht mehr im Januar bei den ganzen Abbuchungen der Jahresbeiträge fast pleite!
Im Bereich Einfamilienhaus kann ich auch nur empfehlen, für den Gartenwasseranschluß einen separaten Zähler zu installieren. So spart man sich die Abwassergebühren!
Bei Neubauten werden im Bereich der Fenster auch viele Mängel zu sehen sein. Da es sehr schnell geht, werden die Fensterrahmen einfach nur eingeschäumt. Dies geschieht meistens nicht 100%ig und es ist nicht mehr nach dem Verputzen zu sehen. Aus Schall- und Wärmeschutzgründen sollte der verschraubte Fensterrahmen rings herum mit Steinwolle versiegelt werden, Dies dauert nur zu lange und kostet den Fensterbauer zu viel an Lohnkosten. Deswegen lieber in 2 Minuten einmal die Spritzpistole zücken!
Die Thematik Heizung bzw. Heizungssysteme wird momentan nach meiner Erfahrung wieder kontrovers geführt. Es gibt immer mehr Bauherren, die konventionelle Systeme verbauen, da der noch enorme Mehraufwand für alternative Energien sich für ihn nicht rechnet. Eine sinnvolle Lösung ist meiner Meinung nach aber auf jeden Fall der Einbau eines Regenwassertanks. Bei dem vielen Regenwasser, das wir hier bei uns kostenlos erhalten, lassen sich viele Waschmaschinen etc. kostenlos bedienen! Die Kosten halten sich in Grenzen und rechnen sich auch bei einer mittelfristigen Betrachtung.

Lieben Gruß
Andreas Niendieker

P.S.: Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
www.immobilien-spezialist.de

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